Change Impact

GESCHENKSET Spende: Better together mit FEMNET gegen Ungerechtigkeit

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Du hast ein Repair-Patches Geschenkset gekauft oder ein lieber Mensch hat Dir eine nachhaltige Aufmerksamkeit geschenkt? Und jetzt bist Du hier – das ist großartig! 
Lesedauer ca. 6 min
FEMNET logo

 

#gegengewalt

Laut Femnet arbeiten weltweit schätzungsweise 60 bis 75 Millionen Menschen in der Textil- und Bekleidungsindustrie, die Mehrheit von ihnen sind Frauen zwischen 16 und 28 Jahre alt. Textilarbeiter:innen in Ländern wie Bangladesch, Indien, Kambodscha, Myanmar oder Äthiopien stammen oft aus ländlichen Gebieten, aus denen klimawandelbedingte Zerstörungen oder wirtschaftliche Perspektivlosigkeit die jungen Frauen in die Städte vertrieben haben.

In den Textilfabriken stehen sie permanent unter extremen Zeit- und Leistungsdruck, um vorgegebene Produktionsziele zu erfüllen. Die oft überzogenen Vorgaben sind in der Regel an die Bezahlung gebunden, weshalb die Näher:innen unfreiwillige Überstunden und Nachtschichten häufig unbezahlt leisten. Trotz Mehrarbeit liegt ihr Lohn meist unter dem Existenzminimum. Mangelernährung, schlechte Wohnverhältnisse, Stress und Erschöpfung sind die Folge und machen diese Arbeiter:innen anfällig für Krankheiten und Arbeitsunfälle.

Denn mit unseren Solostücke Repair-Patches können nicht nur loyale Lieblingsstücke wiederbelebt werden. Einen Teil des Preises spenden wir gemeinsam an die gemeinnützige Organisation FEMNET e.V. für den Kampf gegen soziale Ausbeutung in der Textilindustrie.

Mit dem Ziel die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie zu verbessern, setzt sich FEMNET u.a. für die Rechte von Textilarbeiter:innen in den Produktionsländern ein. Die Mission der NGO lautet: Fairness in der Lieferkette, nachhaltiger Konsum & Stärkung von Frauen, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Als Teil der Weltgemeinschaft orientiert sich FEMNET an den festgesetzten Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs).

Für FEMNET spielen diese Handlungsfelder eine besondere Rolle:

  • Geschlechtergleichheit (SDG 5)
  • Menschenwürdige Arbeit (SDG 8)
  • Nachhaltiger Konsum (SDG 12)
80%

Viele Textilarbeiter:innen leiden unter Gewalt. Insbesondere Frauen sind betroffen. Denn etwa 80% der Textilarbeiter:innen sind weiblich* und in vielen Produktionsstätten herrschen patriarchalische Strukturen. Physische und psychische Gewalt von Vorgesetzten – insbesondere gegen Frauen – ist weit verbreitet: u.a. permanenter Zeit- und Leistungsdruck, Mangelernährung u.a. bedingt durch den niedrigen Lohn, sexuelle Annäherungsversuche und Beschimpfungen.

Daher leiden besonders Textilarbeiter:innen unter Ängsten, Depressionen, Leistungs- und Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Panikattacken oder haben Suizidgedanken.

Vor Ort in Indien und Bangladesch

Initiative Textilbündnis: Spinnerei im indischen Tamil Nadu

 

Die Bündnisinitiative (2014 – 2020) wurde als Reaktion auf die tödlichen Unfälle in den Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan gegründet.

Als Mitglied im Textilbündnis war FEMNET auf politischer und gesellschaftlicher Ebene aktiv. Durch die Gründung einer Multi-Stakeholder-Initiative setzten sich Zulieferer, NGOs, Gewerkschaften und politische Akteure gemeinsam gegen die moderne Form der Sklaverei in Spinnereien im indischen Tamil Nadu ein.

Bis Mitte 2019 konnten in über 100 Fabriken Trainingsprogramme starten, um z.B. Beschwerde- und Schlichtungsgremien einzurichten. Darüber hinaus macht sich FEMNET für faire Einkaufspraktiken und das Lieferkettengesetz stark.

Die Corona Pandemie hat vieles verschlimmert ...

Die Corona Pandemie hat insbesondere das Problem von geschlechtsspezifischer Gewalt und gesundheitlicher Risiken, noch einmal deutlich verschärft. Den Druck durch Auftragsstornierungen, Fabrikschließungen und unzureichende staatliche Hilfen bekommen dabei hauptsächlich die Arbeiter:innen zu spüren. Ihre Situation ist Ausdruck eines umfassenden Krisenphänomens in der Bekleidungsindustrie, in der die Arbeitsbedingungen der Näher:innen die eine Seite des Problems der Massenfertigung darstellen.

Mit einem Rechtshilfefonds unterstützt FEMNET Näher:innen dabei, sich gegen Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen durch Fabrikbesitzer*innen zu wehren. In Bangladesch konnten so bereits Entschädigungszahlungen in Höhe von ca. 50.000 € erreicht werden. 

Training #GegenGewalt für Mädchen und Frauen

Außerdem klärt die Kampagne #GegenGewalt Mädchen und Frauen über geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz auf und entwickelt Dialogstrukturen zwischen Politik, Textilunternehmen, Fabrikbesitzer:innen und Gewerkschaften.

“Wir werden weiterhin gegen Gewalt an Textilarbeiter:innen kämpfen und uns für besseren Schutz und Beschwerdemöglichkeiten für Opfer von Gewalt einsetzen. Das ist jetzt wichtiger denn je, denn die Coronakrise hat das Problem der Gewalt gegen Frauen in Fabriken wie auch zuhause einmal mehr verschärft.”

Dr. Gisela Burckhardt, Vorsitzende von FEMNET e.V.

Bildungsarbeit und Kooperationen in Deutschland

FEMNET engagiert sich auch in Deutschland. Beispielsweise in der Bildungsarbeit an Schulen und Hochschulen. Außerdem berät FEMNET Städte und Kommunen zu einer fairen öffentlichen Beschaffung. Im Jahr 2019 erreichte FEMNET mit Veranstaltungen und Workshops im Bildungsbereich mehr als 1.500 Personen. Die Stadt Köln beschaffte mithilfe der Beratung über 8.000 Produkte für die öffentliche Verwaltung unter Berücksichtigung sozialer Kriterien.

Warum wir FEMNET supporten:

 

Wir von Solostücke wollen, dass Textilarbeiter:innen weltweit befähigt werden, ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben wahrzunehmen. Dafür müssen besonders Frauen unterstützt werden, denn etwa 80% der Textilarbeiter:innen im Globalen Süden sind weiblich gelesene Personen.

Dieser Aufgabe hat sich FEMNET verschrieben. Denn FEMNET kämpft für die Rechte von Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie und verfolgt dabei einen strukturellen Ansatz für soziale Nachhaltigkeit. Es geht um Fairness und Empowerment. Das finden wir gut!

Deshalb haben wir uns entschieden, eine Partnerschaft mit FEMNET einzugehen. Wir hier für die Frauen dort: Wir produzieren zwar ausschließlich in Deutschland, dennoch liegt uns ein struktureller Wandel der gesamten Bekleidungsindustrie am Herzen. Im Sinne der sozialen nachhaltigen Entwicklung wollen auch wir Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie unterstützen.

#radicalnewlifestyles

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